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Aktuelles aus Karlstadt

Jungunternehmerin Marion Gold (Mitte im grünen T-Shirt) Fraktion und Freunden der FREIEN WÄHLER Karlstadt mit ihrem designierten Bürgermeisterkandidaten Benedikt Kaufmann (ganz rechts). Foto: Manfred Lippert

FREIE WÄHLER besuchen Obsthof Gold

Regionaler Obst- und Spargelanbau in Karlburg

Fraktion und Freunde der FREIEN WÄHLER Karlstadt besuchten gemeinsam mit ihrem designierten Bürgermeisterkandidaten Benedikt Kaufmann den Obst- und Spargelhof Gold in Karlburg. Betriebsleiterin Marion Gold, die kürzlich den seit 1964 bestehenden Familienbetrieb von ihrem Vater übernommen hat, stellte den Betrieb vor und führte über das weitläufige Betriebsgelände.

Die 24-jährige ausgebildete Gärtnerin und Obstbaumeisterin begrüßte zunächst im Hofladen, in dem ein Teil der auf insgesamt 75 ha Flächen angebauten Sonderkulturen verkauft und gelagert wird. Saisonal sind dies Erdbeeren, Spargel, Zwetschgen, Kirschen, Birnen, Äpfel, Stachelbeeren und Buschbohnen. Der übrige Teil wird über eigene Verkaufsstände und auf traditionellen Wochenmärkten vertrieben oder geht direkt an Großmarkt und Einzelhandel bzw. Supermärkte. Bewerkstelligt werden die Betriebsabläufe von mittlerweile insgesamt sechs festangestellten Mitarbeitern in Büro, Laden und auf dem Feld sowie je nach Erntezeit – insbesondere in der Hauptsaison von Spargel und Erdbeeren – bis zu 90 Arbeitern aus Osteuropa.

Ausführlich erläuterte die Jungunternehmerin auch Prozess und Möglichkeiten des Spargelanbaus vom Anbau der Pflanze bis zur ersten Ernte im dritten Jahr sowie über die Funktion der beidseits beschichteten Abdeckfolien und die dadurch mögliche Steuerung des Ertrags. Durch diesen des geschützten Anbaus als Alternative zum Freilandanbau und der dadurch bedingten früheren Reife könnten höhere Preise auf dem Markt erzielt werden. Wenn die Freiland-Produkte auf den Markt kämen, seien die Preise etwa für den Spargel insgesamt schon gesunken.

Auf der Apfel- und Zwetschgenplantage konnten sich die Teilnehmer einen Eindruck davon verschaffen, wie die manuelle Ernte – von täglich bis zu neun Tonnen Zwetschgen – von Hand abläuft und auch die ein oder andere Frucht direkt vom Baum probieren. Für die Bestäubung der Blüten erfolgt dabei durch betriebseigene Bienenvölker.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt vom Fachwissen der Jungunternehmerin. Auch deren Ausführungen zur richtigen Lagerung und Haltbarkeit des Obstes stießen auf reges Interesse. Die Jungunternehmerin schilderte dabei zudem ihre Pläne für die zukünftige Ausrichtung des Betriebs, indem sie etwa mehr auf Direktvermarktung setzen möchte. Benedikt Kaufmann, designierter FW-Bürgermeisterkandidat, ergänzt: „Hut ab vor dem Mut von Marion Gold, in jungen Jahren ein derartigen Betrieb zu übernehmen. Schön, wenn Jungunternehmer mit Fachwissen und innovativen Ideen lokale Betriebe weiterentwickeln und fit für die Zukunft machen. Und wenn es sich dabei auch noch um regional und saisonal angebautes Obst und Gemüse handelt, hat dies dazu noch einen ökologischen und gesellschaftlichen Mehrwert.“

Bei einem abschließenden Imbiss tauschte man sich noch gegenseitig über Vor- und Nachteile biologischen und konventionellen Anbaus, die Schwierigkeiten bei der Arbeitskräfteakquise, Vertriebsmöglichkeiten und Marktmechanismen bzw. Konsumverhalten aus.

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